19.01.2004

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Fotos:Tomo Polic

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Noch vor Silvester suchte ich nach einem Abreißkalender. Und fand ihn nicht. Nicht einmal im Kaufhof. Und nicht im Woolworth. Das wunderte mich, denn ich war in Deutschland. Und dort gibt es eigentlich alles.

 

Anfang Januar 2004 rief mich meine Schwester Svjetlana an. Sie sagte mir am Telefon, dass meine Mutter an Lungenkrebs erkrankt ist. Sie sagte auch, dass sie mich gerne sehen würde. Am nächsten Tag flog ich nach Belgrad, mit einem Kompass und einem Koffer voller Haribo-Bonbons. Denn meine Schwester hat zwei Töchter und für die bin ich der Onkel-Tomo-Haribo, der Onkel aus Deutschland. In Sremska Mitrovica, bei meiner Mutter und der Familie meiner Schwester, verbrachte ich eine Woche.

 

Als ich wieder in Frankfurt war, wurde mir klar, dass ich mit dem Kalender-Projekt anfangen muss. Am Montag, dem 19. Januar 2004, nach der Arbeit im Lesezirkel, fing ich mit dem Kalender der Firma „Trapp“ an, und beschloss, dass ich, falls ich keinen anderen Kalender finde, auch mit dem Kalender des Entsorgungsunternehmens die Idee durchziehen werde. Im Lager des Lesezirkels machte ich das erste Foto. Dort, wo ich 10 Jahre lang fast jeden Tag mit Elke gearbeitet habe.